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Praxisplus „Fastenzeit/Ostern“: 7 Methoden für einen zeitgemäßen Religionsunterricht in der Fasten- und Osterzeit. Heute: Unterrichtsideen mit Schnappkarten. Von Barbara Mack.

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Liebe Leserinnen und Leser, von Anfang an war es unser Ziel, Ihnen mit dem RelPädplus, unserer Würzburger Zeitschrift für Religionspädagogik und Schulpastoral, nicht nur hochwertige Hintergrund- und Theorieartikel und Informationen, sondern auch einfach zugängliches und professionelles Praxismaterial zur Verfügung zu stellen. Mit unserer neuen Kategorie Praxisplus setzen wir dieses Ziel jetzt noch konsequenter um. Regelmäßig wollen wir Ihnen Unterrichtselemente, Unterrichtsmethoden und Projektideen in aktuellen Kontexten vorstellen und durch Beispielmaterial, das Sie herunterladen und sofort einsetzen können, illustrieren.

Unsere Fastenaktion 2023 stellt den Beginn dieses neuen Angebotes dar. Unter dem Titel Praxisplus „Fastenzeit/Ostern“ bieten wir Ihnen jeden Samstag bis Ostern einen Artikel mit Hintergrundinformationen zu einer ausgewählten Methode, konkreten Einsatzszenarien im Unterricht, Downloadmaterial und weiterführenden Literaturangaben und Links.

Los gehts mit dem Unterrichtselement „Schnapp dir eine Karte!“.

Schnapp dir eine Karte!

 

Die Idee zu diesem auflockernden Element fanden wir auf Instagram auf dem Kanal von Mrs. Rupäd Grundschullehrerin (@mrsrupad), die solche „Schnappkarten“ für ihre SchülerInnen für Deutsch und Mathematik erstellt hat. Die Originale können Sie auf ihrem Blog anschauen.

Schnappkarten sind ein äußerst vielseitig einsetzbares Unterrichtselement. Sie sind schnell und einfach herzustellen und können in den unterschiedlichsten Unterrichtszusammenhängen für Bewegung und Auflockerung sorgen.

Grundsätzlich sind zwei Szenarien denkbar:

  1. Als Karten, die auf der Tafel ausgehängt oder auf einem Tisch aufgelegt werden. Die SchülerInnen können die Texte darauf lesen und sich für eine Karte entscheiden. Dabei kommt es jedoch möglicherweise zu einem Wettbewerb, wer am schnellsten den Inhalt einer Karte erfasst und sich diese sichern kann.
  2. Als Zufallskarten, bei denen die SchülerInnen nicht wissen, welche Karte sie ziehen. Dies kann erreicht werden, indem die Karten umgedreht präsentiert werden oder indem sie z.B. mit Wäscheklammern an eine Wäscheleine so hoch gehängt werden, dass die SchülerInnen sie gerade noch erreichen können. 

Es empfiehlt sich, die Karten auf festen Karton zu drucken oder kleben und sie zu laminieren.

Hier finden Sie einige Unterrichtsideen für den Religionsunterricht:

  • Zuordnung von PartnerInnen/Gruppen: ein Kind schnappt sich jeweils eine oder mehrere Karten mit den Namen der MitschülerInnen für die kommende Paar- oder Gruppenarbeit.
  • Alternative 1: Es werden Begriffe, Tiere, Textteile etc. etc., die identisch sind oder etwas miteinander zu tun haben, aufgehängt, jedes Kind holt eine Karte und sucht dann die weiteren Kinder, die eine gleiche oder ähnliche Karte haben. 
  • Alternative 2: Die Aufgabenstellungen werden auf die Karte geschrieben, Kinder mit der gleichen Aufgabenstellung arbeiten zusammen.
  • Psalm-Verse kreativ umsetzen: Verschiedene Psalm-Verse werden auf die Karten geschrieben, die SchülerInnen setzen sich mit dem Vers auseinander, den sie gezogen haben.
  • Textarbeiten: Die SchülerInnen ziehen eine Karte mit einer Person aus dem Text, mit der sie sich beschäftigen.
  • Beobachtungsaufgaben: SchülerInnen ziehen eine Karte mit einer Beobachtungsaufgabe für die Stunde.
  • Bildkarten: Zu einem Thema werden verschiedene Bildkarten aufgehängt, mit denen die SchülerInnen dann weiterarbeiten können.
  • Themen für Mini-Referate: Die Themen für (Mini-)Referate werden so im Zufallsprinzip verteilt.

Haben Sie noch weitere Ideen? Schreiben Sie sie uns in die Kommentare! Wir freuen uns auf Ihren Input!

Schnapp dir eine Karte – Impulse für die Fastenzeit

Eine Möglichkeit, mit den SchülerInnen die Fastenzeit zu beginnen, kann das Nachdenken darüber sein, wie man diese Zeit sinnvoll nutzt. Soll man auf etwas verzichten (der klassische Fastenvorsatz)? Süßigkeiten, Fast-Food, oder die übermäßige Benutzung des Handys? Oder soll man die bewusste Zuwendung zu anderen Menschen in den Mittelpunkt stellen. Ein Trend, der in den letzten Jahren in der Fastenzeit immer beliebter wurde, ist auch die Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper und dem eigenen Geist oder ein vermehrtes Nachdenken über unseren Umgang mit der Natur.

In diesem Beitrag haben wir für eine Reihe ganz unterschiedlicher Vorschläge und Impulse zum Umgang mit der Fastenzeit zusammengetragen und auf Schnappkarten verarbeitet. Sie finden dabei traditionelle,  aber auch viele neue und ungewöhnliche Ansätze, diese 40 Tage gewinnbringend zu leben. Sie eignen sich für (ältere) Grundschulkinder, aber vor allem auch für SchülerInnen der Sekundarstufe und junge Erwachsene. Da solche Vorsätze etwas sehr Individuelles sind, empfehlen wir, hier die Methode des Selbstwählens zu nutzen. Die Scheckkartengröße der Kartenvorlagen eignet sich, um das Kärtchen während der gesamten Fastenzeit im Mäppchen oder im Geldbeutel bei sich zu haben und immer wieder an den persönlichen Vorsatz erinnert zu werden.

Für eigene Ideen der Lehrkraft oder das Erarbeiten von Impulsen gemeinsam mit den SchülerInnen haben wir auch ein Set von Leerkarten hinzugefügt.

Hier können Sie die Kartenvorlagen herunterladen:

Lust auf mehr? Dann schauen Sie doch am Samstag wieder vorbei zum nächsten Praxisplus „Philosophieren mit Kindern“!

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